In seiner Kirchenordnung (Cerkovna ordninga, 1564) schrieb Trubar auch auf, wie ein Prediger Kranke besuchen und trösten soll. Eine dieser Predigten gilt Menschen, die eine lange Krankheit an Gottes Gnade zweifeln und verzweifeln lässt.
Der Kranke klagt: Ich rufe zu Gott, andere beten für mich, und doch wird es nur schlimmer – also hört Gott mich nicht. Trubar legt dem Prediger eine sanfte Antwort in den Mund: „Mein lieber Bruder“, der Teufel packt uns immer dort, wo wir am schwächsten sind. Diese Gedanken sind nicht deine; du musst sie ertragen, und Gott hat dich nicht verlassen.
Der Text stammt aus der kritischen Ausgabe Cerkveni red (ZRC SAZU, 2014), herausgegeben von Kozma Ahačič, mit einer Übertragung ins heutige Slowenisch (Seiten 426–442). Er ist für Kranke, ihre Angehörigen und alle, die sie besuchen. Das PDF ist auf Slowenisch.
